Samstag, 7. Januar 2012

RoboCop (NECA 2011)

Geschaffen wurde die Figur RoboCop von den Autoren Michael Miner und Edward Neumeier. Paul Verhoevens gleichnamige Verfilmung handelt vom pflichtbewussten Polizisten Alex Murphy, welcher während eines Einsatzes brutal ermordet wird, um durch modernste Technik als die Mensch-Maschine RoboCop zurück ins Leben gerufen und erneut in den Kampf gegen das Verbrechen geschickt zu werden.


Mir persönlich hatte es die Geschichte des Helden schon als Kind angetan, als ich die gleichnamige Serie im TV verfolgte. Aber erst mit zunehmendem Alter erschloss sich mir die gesamte Tragik seines Charakters: "The best of both worlds" - das Beste aus Mensch und Maschine, ein gesetzestreuer, unbestechlicher Cop, der keinen Schlaf braucht, es sei denn, auf seiner Ladestation. "The future of law enforcement", das ist RoboCop. Während meines Studiums entwickelte ich ein gewisses Faible für "organische Konstruktionen", d.h. Gestalten, die eine organische Einheit aus Mensch und Maschine bilden und die jeglichen Widerspruch von Leben und Technik in sich ausgelöscht haben.



Der Begriff "organische Konstruktion" ist Ernst Jüngers Werk Der Arbeiter (1932) entlehnt, in dem er ihr Ideal bzw. das des Arbeiters beschreibt, der die moderne Technik als die ihm eigentümliche "Uniform" begreift. RoboCop ist ein Archetyp des Arbeiters, so zumindest will es der Propaganda-Apparat der Omni Consumer Products Corporation (OCP) - jener Multikonzern, welcher in Verhoevens Film das Detroit der Zukunft beherrscht. Eine düstere Vision, vom Macher von Starship Troopers und Hollow Man grandios, satirisch überspitzt umgesetzt, um gleichzeitig auf den Wahnsinn des Arbeiter-Typus á la RoboCop hinzuweisen. Die menschliche Seite von RoboCop, seine Erinnerungen als treusorgender Familienvater geraten immer wieder in Konflikt zur mechanischen Ausübung seiner Pflicht als Maschine ohne Bewusstsein.



Seitdem der kontrovers diskutierte Film 1987 in die Kinos kam, hat sich ein gigantisches RoboCop Franchise entwickelt, wie es die OCP kaum hätte besser aufziehen können. Es folgten zwei weitere Kino-Filme, eine Cartoon- und eine TV-Serie, mehrere Computer-Spiele sowie - selbstverständlich - auch mehrere Actionfiguren! Ich könnte noch Stunden weiter über den tragischen Charakter RoboCops dozieren, jedoch wollen wir beim Kernthema dieses Blogs bleiben und den neuen 7" RoboCop von NECA etwas genauer unter die Lupe nehmen (der gerade im Übrigen taufrisch beim Toy Sector eingetroffen ist).



Ich hatte große Erwartungen an diese Figur. Ein wenig getrübt wurde die Freude gestern als ich feststellen musste, dass bei einigen Exemplaren der Paintjob im Gesicht nicht 100%ig gelungen ist. Ich mag in dieser Sache aber auch ein wenig kleinlich sein. Die Aufmachung der Originalverpackung an sich ist simple (wie bei den meisten NECA 7" Figuren), aber dennoch ansprechend, durch Detroits Skyline und Robo's Prime Directives auf der Karte (1. Serve the public trust, 2. Protect the innocent, 3. Uphold the law).

"Murphy" kommt mit seiner Auto-9 Knarre, außerdem gibt es eine austauschbare Hand mit dem "Terminal Strip", der Nadel, die RoboCop ausfahren kann, um sich mit anderen Elektronischen Komponenten (bspw. seinem Auto-Computer) kurz zuschließen.



Die Figur verfügt über 12 Bewegungspunkte, an Kopf, Ober- und Unterarmen, in Brusthöhe, an Fuß, Ober- und Unterschenkeln sowie an der rechten Hand. Damit lässt sich der 7" NECA RoboCop in viele verschiedene, ehrfurchteinflößende Posen begeben. Besonders hervorzuheben ist hierbei die detaillierte Hydraulik an den Fersen, die sich mit der Bewegung des Fußes ein- und ausfährt - großartig!

Der Paintjob am übrigen Körper ist gelungen, ebenso wie die Gestaltung des Figurenkörpers. Ein wenig mehr Bewegungsspielraum an den Ellenbogen hätte ich mir gewünscht, um die Wumme noch besser ausrichten zu können. Alles in allem ist Figur jedoch sehr gelungen und ein absolutes Muss für den versierten Movie-Toys-Sammler und RoboCop-Fan!

Übrigens dürfen wir ja immer noch auf einen neuen RoboCop-Film hoffen. Ursprünglich sollte dieser bereits 2011 von Darren Aronofsky (Pi, The Wrestler, Black Swan) verfilmt werden, was ich super gefunden hätte. Allerdings ist es nach dem massiven Erfolg von Avatar wohl nicht mehr dazu gekommen, weil man sich kurzerhand dazu entschloss, auch den neuen RoboCop lieber in 3D mit einem anderen Regisseur drehen zu wollen. Das Projekt liegt derzeitig zwar auf Eis, aber ich bin mir sicher, dass es eher früher als spät noch zur Umsetzung des Streifens kommen wird. Der RoboCop-Stoff ist einfach zu gut, als dass Hollywood nicht nochmals einen Reibach damit machen würde. Wobei der Film von 1987 nur schwer zu toppen sein wird. Dennoch: Ein neuer Film bedeutete vermutlich auch eine neue Toy-Line, was mich in Bezug auf einen neuen RoboCop umso ungeduldiger macht!

1 Kommentar:

  1. WOW! Er ist der Kühne! Ich habe Angst, extreme Stunts zu tun. Ich mag http://mega-moolah-slot.com/online-casinos/ zu lesen und mit meine Freunde die Zeit zu verbringen. Ich möchte seine Webseite nachfolgen.

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